Johann & Backes - Schiefer und Natursteine aus aller Welt
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Bei Tonschiefer unterscheidet man grundsätzlich drei Typen:
Schiefertyp Merkmale
Tonstein
  • Schiefer spaltet nach der Schichtung
  • Spaltfläche kann unregelmäßig erscheinen
  • zeigt Schichtungsmerkmale
(Transversal-)
Schiefer
  • Schieferung und Schichtung nehmen Winkel ein
  • Schiefer spaltet nach Schieferung
  • Spaltbesen sind auf der Oberfläche zu sehen
(Parallel-)
Schiefer
  • Schieferung parallel zur Schichtung ausgebildet
  • Schiefer spaltet nach Schichtung und Schieferung
  • Spaltfläche ist unregelmäßig

Wenn der Schiefer eine sehr feine Schichtung zeigt und diese regelmäßig ausgebildet ist, spaltet das Gestein nach der Schichtung. Aufgrund der oft hervorragenden Spaltbarkeit wird die Schichtung oft auch als Schieferung und das Gestein daher als Schiefer bezeichnet.

Die klassische Schieferung entsteht durch Umkristallisation und Umorientierung der Minerale und wird Transversalschieferung genannt. Diese Transversalschieferung schneidet die überprägte Schichtung in einem bestimmten Winkel. Die Schichtung ist in diesem Fall mechanisch inaktiv, d. h. der Schiefer spaltet ausschließlich nach der Schieferung.

Neben der Schieferung können andere Phänomene das mechanische Verhalten des Schiefers beeinflussen, wie z. B. Mikrorisse oder Quarzadern, die zum Bruch führen können. Für die Untersuchung des Schiefergefüges ist es daher wichtig, sämtliche strukturelle Erscheinungen einzubeziehen.
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